Arbeit und Burgerstatus: Studien zur sozialen und by Walther Müller-Jentsch

By Walther Müller-Jentsch

Die in dem Band versammelten Aufsätze sind zentrale Beiträge des Autors zur Etablierung der ? Industriellen Beziehungen? als einer ? nach angelsächsischem Vorbild ? sozialwissenschaftlichen Teildisziplin. Sie reflektieren Genese und Entwicklung, erörtern Wesen und Funktion von Institutionen und Akteuren des Arbeitsmarktes und der Arbeitsbeziehungen. Dabei handelt es sich um Institutionen, die dem Widerspruch zwischen dem prestige des freien Bürgers und seiner sozialen Unterlegenheit als Lohnabhängiger ? als ? Fabrikuntertan? ? entsprangen und die daraus resultierenden Konflikte bearbeiten. Einleitend wird das ihm zugrunde liegende Spannungsverhältnis zwischen dem Wirtschaftssystem des Kapitalismus und der Zivilgesellschaft mit ihrer politischen Verfassung dargestellt. Die weiteren Themenbereiche ? Gewerkschaften und Tarifautonomie, Mitbestimmung in Organisationen und Theorien industrieller Beziehungen ? fächern das Spektrum der die Warenfiktion der Arbeit kompensierenden ? industriellen Bürgerrechte? (T. H. Marshall) auf. Zugleich thematisieren sie die heutige Problematik mit den Herausforderungen der Globalisierung durch die Infragestellung des rheinischen Kapitalismus.

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21 Die paritätische Konfliktregelung, der Kernbestand der Tarifautonomie, ist als eine Kompromissstruktur zwischen Kapital und Arbeit im 19. Jahrhundert zunächst in relativ geschützten Wirtschaftsbereichen klein- und mittelbetrieblich strukturierter Branchen mit vorwiegend qualifizierten Arbeitskräften entstanden; sie breitete sich allmählich – während und nach dem Ersten Weltkrieg rapide – auf die gesamte Industrie, später auch auf den Verwaltungs- und Dienstleistungssektor aus. Die im Handwerk und in der Fertigungsindustrie entstehenden „Tarifgemeinschaften“ tragen von vornherein den Interessen beider Seiten Rechnung.

Nach dem allgemeinen gesellschaftlichen Traditionsverlust und dem Versiegen der solidarischen Orientierungen der alten Arbeiterbewegung (Max Weber hatte noch mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass die Gewerkschaftsaktivisten zu den zuverlässigsten Arbeitern gehörten), muss das Management erkennen, dass – zumal unter den gegenwärtigen Herausforderungen der neuen Technologien und veränderten Marktstrategien – die ökonomischen Anreizsysteme nicht ausreichen, um Motivation, kreatives Verhalten, Akzeptanz und Engagement der Beschäftigten zu sichern.

3. Differenzierungen zwischen betrieblicher und sektoraler Interessenvertretung Im Zusammenhang mit den Veränderungen in den kapitalistischen Produktionsstrukturen und Arbeitsmärkten steht – neben dem Wandel der gewerkschaftlichen Organisationsformen und der Interessenpolitik – auch die Herausbildung des überbetrieblichen Charakters der gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Wenn für Westeuropa auch kein einheitliches Muster für die Interessenwahrnehmung am Arbeitsplatz existiert (vgl. Sorge 1976), so ist doch als ein gemeinsames Merkmal die Intention des Managements erkennbar, Gewerkschaften aus dem Betrieb herauszuhalten oder herauszudrängen und von ihnen unabhängige Vertretungs– und Vermittlungsinstitutionen zu privilegieren.

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