Behindertwerden in der Identitätsarbeit: Jugendliche mit by Anke Langner

By Anke Langner

Wie werden in der Identitätsarbeit, die vor allem über den Körper geleistet wird, Geschlechtszuschreibungen und das Bewusstsein, geistig behindert zu sein, ausgehandelt? Geschlecht spielte in der Behindertenpädagogik bisher nur in Ansätzen der Frauenforschung eine Rolle. Anke Langner operationalisiert interdependente Forschungsansätze - die Verbindung von Geschlecht mit weiteren Dimensionen sozialer Ungleichheit - für empirische Feldstudien. Sie rekonstruiert die Identitätsarbeit von Jugendlichen mit geistiger Behinderung mittels der Anwendung von qualitativen Interviews, teilnehmenden Beobachtungen und Videoaufnahmen. Damit betritt sie Forschungsneuland sowohl in den Gender stories als auch in der Behindertenpädagogik. Im Sinne der incapacity reviews wird aufgezeigt, wie stark professionelles Handeln in der Schule die Differenzierung zwischen Behinderten und Nichtbehinderten manifestiert und die Identitätsarbeit von Jugendlichen mit geistiger Behinderung erschwert, ohne dass dies zu einer incapacity id führen muss.

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44 Besondere Hilfsbediirftigkeit ist bei Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG im Gegensatz zur Nr. 7 nicht erforderlich. Umstritten ist allerdings, ob verfassungsrechtlich eine Begrenzung auf eine »Grundsicherung« geboten ist. 45 Die Sozialversicherung dient somit herkommlich dem Schutz vor elementaren Lebensrisiken, die individuell nur schwer abschatzbar und abdeckbar sind. Der Begriff der Sozialversicherung geht daher zunachst von den vier klassischen Versicherungszweigen Krankheit, Alter, Invaliditat und Unfall aus, wie sie zunachst in der Reichsversicherungsordnung und spater auch in anderen Gesetzen geregelt worden sind.

1 Nr. 77 9) Fortpfianzungsmedizin, Gentechnologie, Organtransplantation (Art. 74 Abs. 1 Nr. 26 GG) 1m Jahre 1994 neu eingefiigt wurde der Kompetenztitel des Art. 74 Abs. 1 Nr. h. die Fortpftanzungsmedizin am Menschen, die Untersuchung und kiinstliche Vedinderung von Erbinformationen, also die Gentechnologie, und die Transplantation von Organen und Geweben erfasst. Vor der Einfiihrung war umstritten, ob der Bund entsprechende Kompetenzen innehatte. Zuvor waren die Rechtsfragen der kiinstlichen Befruchtung im wesentlichen zivil- und strafrechtlich bewliltigt worden.

Zirkelschlussverdachtig Maunz unter Hinweis auf BYerwGE 65, 362 in: Maunzl Durig, Art. 74, Rn. «; vgl. auch BYerwGE 99, 10 (12); BSGE 80, 256 (258). 52Ebsen, YSSR 1996,355 f. 53Siehe unten Teil2, §§ 4-10. 54ygl. Rengeling, HbStR IY, § 100, Rn. 213 und Pieroth, in: Jarass/ Pieroth, Art. 43. 55Ygl. die AuBerung von Dr. StraufJ, der zu Bedenken gab, dass man die Formulierung »Schutz. gegen gemeingefahrliche Krankheiten ... ; vgl. auch den Wortlaut von Art. 74 Abs. 1 Nr. 20 GG und ausfiihrlich zur Auslegung des Begriffs »MaBnahmen« Pestalozza, in: von Mangoldtl Klein, Rn.

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