Biochemische Persönlichkeitsforschung: Glaubenssätze — by Karlheinz Schneider-Janessen

By Karlheinz Schneider-Janessen

Ist Wissenschaft irrational? Karlheinz Schneider-Janessen hat diese Frage für die biologisch orientierte Psychiatrie mit einem klaren Ja beantwortet. In den anderen Wissenschaften ist es zwar ebenso. Doch verschärft sich dieses challenge in der Medizin. Denn aus unreifen wissenschaftlichen Vorstellungen sind im letzten Jahrhundert oft allzu rasch falsche therapeutische Konsequenzen gezogen worden. Und dies geschieht - so ist zu befürchten - auch heute noch. Ein sehr kritisches, manchmal auch böses, aber doch notwendiges Buch. Ein Schmunzelbuch für jeden Wissenschafts-Skeptiker. Ein Lesebuch für Wissenschaftler allemal.

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Beziiglich der endogenen Psychosen brachten slimtliche Liquorforschungen und Kolloidmethoden bis heute aber keinen Gewinn. 2. Die Entdeckung der Blut-Uirn-Schranke Das modeme Paradigma der Psychoseforschung rUckte noch nliher in den Gesichtskreis der Forscher mit den Untersuchungen zur Blut-Him- und zur Blut-Liquor-Schranke, vor allem in der zweiten Hlilfte der zwanziger Jahre und in den beginnenden dreiBiger Jahren. Der erste Hinweis auf eine Schranke zwischen Blut und Liquor beziehungsweise Gehim stammt wohl bereits von Goldmann (1913).

Man kann wohl sagen, daB fUr alIe im Kfuper bekannten und meBbaren Stoffe im Lauf der Zeit auch im Liquor der Nachweis versucht worden ist Analog dem schon erwlihnten Forschungszweig zur ,,Plasmalabilitlit" brachte die Entwicklung von Kolloidreaktionen im Liquor beachtliche Erkenntnisgewinne. Die Goldsolreaktion von Lange (1912), die Paraffmreaktion von Kafka (1923) oder die SalzsliureKollargol-Reaktion von Riebeling (1938) sind Marksteine dieser Entwicklung. Diese Methoden brachten groBen Nutzen in der Diagnostik der verschiedenen organischen Erkrankungen des Gehims, wie iiberhaupt die Kolloidforschung in jener Zeit mit groBer Intensitlit betrieben wurde.

Die neuen Erkenntnisse und Methoden von den fiinfziger bis siebziger Jahren (Zeittafel) Das Jahr 1952 brachte aber noch einen entscheidenden Schritt im Verstandnis der Psychosenentstehung, nlimlich die Selikoff et al. 24 Au8erdem fonnulierten Osmond und Smythies im gleichen Jahr die "TransmethylierungsHypothese". Danach solI bei Schizophrenen eine St6rung im Gehirnstoffwechsel derart vorliegen, daB durch eine "gesWrte Transmethylierung" O-Methylabk6mmlinge der Katecholamine an Stelle des N-Methyls entstehen sollen.

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