Spektrum der Wissenschaft März 2009 issue 03 by Spektrum der Wissenschaft Verlag

By Spektrum der Wissenschaft Verlag

Show description

Read or Download Spektrum der Wissenschaft März 2009 issue 03 PDF

Similar german_2 books

Last Minute: Psychiatrie

Sie haben das Fach bereits einmal gelernt und wollen das Wichtigste in letzter Minute vor der Prüfung wiederholen. Genau das bietet Ihnen die final Minute Reihe: - nur die Fakten, die zum Bestehen der Prüfung notwendig sind - Farbkodierung: Gewichtung nach IMPP-Häufigkeit - Einteilung in schnell schaffbare Lerneinheiten - Kurzes Onlinetraining für die mündliche Prüfung mit typischen Fragen und Antworten.

Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf - Die Mannheimer Kohortenstudie: Ein 25-Jahres-Follow-up

Die Mannheimer Kohortenstudie ist eine der aufw? ndigsten Untersuchungen zu Ursachen und Prognosen psychischer Erkrankungen weltweit. six hundred Mannheimer der Jahrg? nge 1935, 1945 und 1955 wurden ? ber viele Jahre hinweg begleitet und untersucht. Der Band stellt die Ergebnisse der drei Jahrzehnte w? hrenden, weltweit einzigartigen L?

Additional info for Spektrum der Wissenschaft März 2009 issue 03

Example text

Nach dem Eingriff folgen weitere Chemotherapien und Bestrahlungen. Mit diesem multimodaSPEKTRUM DER WISSENSCHAFT · März 2009 len Vorgehen konnten koordiniert arbeitende Teams aus Ärzten, Pflegekräften und anderen Spezialisten im Lauf der letzten drei Jahrzehnte die Heilungsrate bei lokal fortgeschrittenen Tumoren deutlich steigern. Und selbst wenn Brustkrebs bereits Metastasen gebildet hat, kann inzwischen mit neuen Therapiefor­ men das Leben verlängert und mit verschiede­ nen unterstützenden Maßnahmen auch die Lebensqualität verbessert werden.

Das setzt eine Signalkaskade Richtung Zellkern in Gang. Wachstumsfaktorrezep­ toren sind daher wich­ tige Angriffspunkte für Wirkstoffe gegen Zellmembran Krebs (Grafik ganz rechts). 42  Zellkern Signalweg HER2 EGFR Gen­ aktivierung RAS raf pI3k akt Phosphorylierung Tyrosinkinase Östrogen Östrogen­rezeptor Wie andere Wachstumsfaktorrezeptoren lagern sich auch Östrogenrezeptoren nach Aktivierung durch ihr Hormon aneinander. Das Rezeptorpaar wandert aber selbst in den Zellkern, interagiert dort direkt mit der DNA (rechts) und schaltet Gene an, die Zellteilung und Zellüberleben fördern.

Hormonelle Einflüsse zu reduzieren wurde schon seit den 1890er Jahren versucht. Ärzte hatten beobachtet, dass fortgeschrittene Tumoren bei jüngeren Patientinnen, noch vor den Wechseljahren, nach operativer Entfernung der Eierstöcke oft schrumpften. Im Jahr 1966 wurden dann molekulare Rezeptoren entdeckt, die in der Brust und anderen Geweben Hormone binden und ihre Wirkung vermitteln. Folgestudien ergaben, dass bis zu 75 Prozent der invasiv wachsenden Brusttumoren Östrogenund / oder Progesteronrezeptoren tragen.

Download PDF sample

Rated 4.63 of 5 – based on 28 votes